In der Welt des Distanzreitens wird häufig über Herzfrequenz, Erholung, Hydration und Belastungssteuerung...
Training bei Kälte, ohne das Pferd zu überlasten
Der Winter ist eine heikle Phase für alle, die Endurance betreiben.
Training bei Kälte ist notwendig, um das Trainingsniveau zu halten, aber ohne Plan zu trainieren kann zu Muskelsteifheit, unnötiger Ermüdung und Problemen führen, die erst später auftreten, wenn die Saison in die heiße Phase kommt.
Im Wintertraining geht es nicht darum, „Kilometer zu machen“, sondern das Pferd so vorzubereiten, dass es besser arbeitet, wenn es wirklich darauf ankommt.
WARUM KÄLTE DIE ART VERÄNDERT, WIE MAN DAS PFERD TRAINiert
Niedrige Temperaturen wirken sich aus auf:
die Muskelelastizität
die Gelenkreaktion
die Aufwärmzeiten
- die Erholung nach der Arbeit
Ein Pferd, das im Sommer locker arbeitet, kann im Winter so wirken:
in den ersten Minuten steifer
weniger reaktionsschnell
- scheinbar „faul“, obwohl es in Wirklichkeit nur kalt ist
Diese Signale zu ignorieren und trotzdem zu drücken, ist einer der häufigsten Fehler.

DAS GRUNDPRINZIP DES WINTERTRAININGS
Bei Kälte zu trainieren bedeutet nicht, weniger zu trainieren, sondern anders zu trainieren.
Endurance-Profis setzen auf:
Schritt für Schritt vorgehen
ein langes und progressives Aufwärmen
kontrollierte Belastungen
- große Aufmerksamkeit für die Erholung
Ziel ist es nicht, die Geschwindigkeit zu steigern, sondern Effizienz und Wohlbefinden zu erhalten.
AUFWÄRMEN: DIE WICHTIGSTE PHASE IM WINTER
Bei Kälte wird das Aufwärmen zentral.
Wie ein gutes Aufwärmen im Winter aussehen sollte
mindestens 15–20 Minuten
aktiver und entspannter Schritt
sanfte Übergänge
- progressives Strecken des Halses
Diese Phase auszulassen oder zu verkürzen erhöht das Risiko von:
Kontrakturen
Rückensteifheit
- kleineren Muskelverletzungen
DAS EIGENTLICHE TRAINING: WAS ZU TUN IST UND WAS ZU VERMEIDEN IST
Was zu bevorzugen ist
schrittweise Arbeiten
lange Ausritte
gleichmäßiges Tempo
Was zu vermeiden ist
plötzliche Sprints
- schnelle Arbeit bei Kälte
ERHOLUNG IN DER KÄLTE: OFT UNTERSCHÄTZT
Nach der Arbeit im Winter:
kühlt das Pferd schneller aus
kann es steif werden, wenn es stehen bleibt
- braucht es sorgfältiger gestaltete Erholungszeiten
Gute Praktiken nach dem Training
langes Abwärmen im Schritt
Schweiß und Hals gut trocknen
den Rücken vor Zugluft schützen
- das Pferd nicht sofort wieder im Kalten stehen lassen
Erholung ist ebenso Teil des Trainings wie die Arbeit.
AUSRÜSTUNG UND KOMFORT: VERBÜNDETE GEGEN DIE KÄLTE
Bei Kälte zu trainieren, ohne das Pferd zu überlasten, bedeutet auch, die richtige Ausrüstung zu wählen.
Grundlegende Elemente:
atmungsaktive Sattelunterlagen, die keine Feuchtigkeit speichern
Materialien, die auch im nassen Zustand stabil bleiben
Abschwitzdecke nach dem Training
Ungeeignete Ausrüstung kann:
Scheuerstellen verursachen
- Muskelspannungen erhöhen
Im Winter werden Komfort und Wärmemanagement noch wichtiger.
SIGNALE, DIE AUF EINE ÜBERLASTUNG HINWEISEN (NICHT IGNORIEREN)
Während oder nach dem Training achte auf:
anhaltende Steifheit
Widerwillen, sich zu bewegen
langsames Erholen
- Veränderungen im Verhalten
Diese Signale bedeuten nicht „keine Lust zu arbeiten“, sondern die Notwendigkeit, auf Trainingsart und Aufwärmen zu achten.
WINTER UND ENDURANCE-PHILOSOPHIE: VORBEREITEN, NICHT ERZWINGEN
Der Winter dient dazu, die Grundlagen aufzubauen für eine lange und gesunde Saison.
Wer im Frühjahr mit einem Pferd ankommt, das:
entspannt
locker
- mental bereit
hat bereits die Hälfte der Arbeit erledigt.
Und das passt perfekt zum Grundprinzip des Endurance:
To finish is to win.
Bei Kälte zu trainieren ist möglich, nützlich und notwendig.
Aber nur, wenn es mit Respekt vor den Zeiten, dem Körper des Pferdes und den Umweltbedingungen geschieht.
Mehr Aufmerksamkeit und eine sorgfältige Erholung bedeuten, das Pferd heute zu schützen, damit es morgen Leistung bringen kann.
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